CETA-Volksbegehren geht an den Start

Volksbegehren gegen TTIP, CETA & TiSA startet am 23. Jänner

Von sechs Bürgermeistern gestartet und von zahlreichen Organisation, wie younion _ Die Daseinsgewerkschaft, unterstützt, startet am 23. Jänner 2017 das Volksbegehren „Gegen TTIP, CETA & TiSA“. Es hilft im Kampf gegen Handelsverträge, die vor allem den Konzernen nützen.

mehr lesen

Vielfalt für Zusammenhalt

Neues Arbeitsprogramm der YOUNG younion

„Vielfalt für Zusammenhalt“  – Unter diesem Motto stellten die Delegierten der 1. Bundeskonferenz der YOUNG younion die Weichen für die Zukunft.

„Mit diesem Motto möchte die YOUNG younion die Vielfältigkeit ihrer Gewerkschaft darstellen. Die kulturellen oder beruflichen Hintergründe spielen dabei absolut keine Rolle, denn nur gemeinsam können die Forderungen erreicht werden“, bestätigt der wiedergewählte Bundesjugendvorsitzende Nicolai Wohlmuth.

Nach den Begrüßungsworten des Vorsitzenden der YOUNG younion standen der Bericht über die letzten zwei Jahre, die Wahl des neuen Präsidiums und die Abstimmung über die Anträge am Programm

Als Vorsitzender der YOUNG younion wurde Nicolai Wohlmuth mit 85% wieder von den Delegierten bestätigt. Neben ihm wurden Reinhard Göritzer mit 77%, Etienne Liyolo 89%, Sandra Greinöcker 96% und Katrin Fuchsbauer 96% in das Präsidium gewählt. Die Kontrolle setzt sich aus Michael Hiemetzberger, Franz Amon und Florian Fleissner zusammen.

In insgesamt zwölf Anträgen wurden die Schwerpunkte der nächsten Jahre festgelegt. Die YOUNG younion wird auch zukünftig alles daran setzen, für die wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Interessen der jugendlichen ArbeitnehmerInnen zu kämpfen.

 

Infoseminar 28. – 30.10.2016

DU hast gerade deine Lehre gestartet und bist seit kurzem Gewerkschaftsmitglied? DU willst wissen, welche Aufgaben eine Gewerkschaft überhaupt hat?

Dann melde dich schnell für unser Infoseminar von 28. – 30.10.2016 an! Dort erfährst alles über deine Gewerkschaft 🙂

mehr lesen

YOUNG younion-Tuschak zu Ausbildungspflicht: „Jobs schaffen!“

Utl.: Ausbildungsfonds könnte Ungerechtigkeiten beseitigen

Mit 1. August ist die Ausbildungspflicht bis 18 in Kraft getreten. Damit soll verhindert werden, dass Jugendliche ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen und arbeitslos werden und womöglich keine Beschäftigung finden. Nicole Tuschak, Jugendreferentin der younion _ Die Daseinsgewerkschaft: „Das ist ein wichtiger Schritt, aber es muss noch intensiv weitergearbeitet werden. Denn was nützt eine Pflicht, wenn es nicht genügend Ausbildungsplätze gibt. Die Wirtschaft muss sich ihrer Verantwortung stellen, und mehr in Jugendliche investieren. Schließlich sind das ihre FacharbeiterInnen von morgen.“

 

Nicht erfasst von der Ausbildungspflicht sind minderjährige Asylwerbende. Jugendreferentin Nicole Tuschak: „Mir tut’s im Herzen weh, dass hier junge Menschen keinen Zugang zur Bildung erhalten. Was sollen sie in Zukunft machen?“

 

younion _ Die Daseinsgewerkschaft unterstützt das Konzept der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Dieses sieht einen Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde) vor, in den Firmen einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem Betriebe, die qualitativ hochwertig ausbilden, Förderungen erhalten.

 

Nicole Tuschak: „Ein gutes Beispiel sind Stadt Wien und die Wiener Stadtwerke. Dort werden viele Jugendliche hervorragend, sogar über den tatsächlichen Bedarf ausgebildet. Aber es kann nicht sein, dass die öffentliche Hand hier die Vorreiterrolle übernimmt und die Wirtschaft wenig bis gar nichts zur FacharbeiterInnenausbildung beiträgt.“

 

Rückfraghinweis:
younion _ Die Daseinsgewerkschaft

Referat für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

(01) 313 16 / 83615

YOUNG younion-Scepka: Wie hoch ist der Preis der Akademisierung?

Fehlende Transparenz, drohende Einsparungen: Gesetzesnovelle wirft Fragen auf

„Die Novellierung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes ist schon längst überfällig. Aber in der vorliegenden Form wirft sie mehr Fragen auf als sie Lösungen bietet“ sagte heute Christopher Scepka, Jugendreferent der Hauptgruppe II der younion _ Die Daseinsgewerkschaft.

Nicht nur, dass aufgrund der neuen Dreispartigkeit der Pflegeberufe die Übersicht und die Transparenz für die PatientInnen verloren gehen könnte. Weiter ist auch zu befürchten, dass hinter der Novellierung als Intention eine reine Kostenreduktion steht. „Wenn man nach und nach die Personalschlüssel umdreht und dadurch mehr Personal für die Aufgaben in der Pflege mit weniger Ausbildung einstellt, passt das mit einer propagierten Qualitätssteigerung nicht zusammen“, warnt Scepka, selbst diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Zu befürchten sei, dass die Novellierung das Pflegesystem billiger machen soll. Scepka: „Ob dann auch die schon längst notwendige quantitative Steigerung – mehr Personal in der Pflege – kommt, bleibt abzuwarten.“

Auch die Frage nach der Attraktivierung der Pflegeausbildungen bleibt weitestgehend offen. „Jungen Leuten sollten Perspektiven geboten werden. Deshalb werden wir uns die Entwicklung in den Ausbildungen genauestens anschauen. Die zweijährige Ausbildung zur Pflegefachassistenz ist als berufliche Erstausbildung gedacht, daher müssen auch Anreize geschaffen werden, damit junge Menschen diese Ausbildung annehmen“, fordert Scepka.

„In der traditionellen Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegeperson ist ein Taschengeld gesetzlich verankert. Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, auch für die Ausbildung der Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz solche und weitere Anreize zu schaffen. Wien sollte da natürlich als Vorbild fungieren!“, so Scepka weiter.

Entsprechend dem Klinisch-Praktischen Jahr in der Medizinausbildung sollen die Praktika in der gleichen Höhe für alle Ausbildungen im Gesundheitsbereich finanziell abgegolten werden. Für das diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonal ist der Bachelor anzuerkennen, damit die Masterstudiengänge für diese nicht verschlossen bleiben. Der Gesetzesgeber muss garantieren, dass Jung-DiplomandInnen und diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegepersonen, die heute schon das Gesundheitssystem aufrechterhalten, gegenüber den FH-AbsolventInnen nicht benachteiligt werden, wenn es um Fortbildungen, Karrierechancen, Bewerbungen oder Anstellungen geht.

„Wenn es um die Interessen und Rechte der ArbeitnehmerInnen und Auszubildenden in der Pflege geht, werden wir uns als Sozialpartner natürlich weiterhin einmischen, wo es notwendig ist!“ schloss Scepka.